Life Science Day

Rückblick LIFE SCIENCE DAY

Aufsetzend auf dem Gesundheitspotential im Bezirk und der angrenzenden Region in Potsdam liegt es auf der Hand, die sich jährlich daraus ergebenden Veränderungen im medizinischen Wissenschafts- und Wirtschaftsumfeld aufzuzeigen, bekannt zu machen und zu diskutieren. Mit dem LIFE SCIENCE DAY wurde dazu vor einigen Jahren vom Bezirk Steglitz-Zehlendorf und allen relevanten wissenschaftlichen, medizinischen und unternehmerischen Partnern ein Format geschaffen, mit dem aus Berlin SÜDWEST heraus aktuelle Themen diskutiert werden.

LIFE SCIENCE DAY 2016

Foto: pr-bild/ Montage RMSW

Fachtagung für Mediziner, Kliniken, Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft

16. September 2016, 14-18 Uhr
Charité Universitätsmedizin Berlin
-  Campus Benjamin Franklin -

Schirmherr Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales Berlin

„Zukunft Altersmedizin – Mobilität im Alter“

 

LIFE SCIENCE DAY 2016: Herausforderungen und Chancen für eine hohe Mobilität im Alter  

Beim diesjährigen LIFE SCIENCE DAY „Zukunft Altersmedizin“ am 16. September 2016 in der Charité - Universitätsmedizin Berlin / Campus Benjamin Franklin setzten sich Vertreterinnen und Vertreter der Charité-Universitätsmedizin, von Kliniken, der Gesundheitswirtschaft und der  Medizintechnik mit dem Thema „Mobilität im Alter“ auseinander. Ca. 140 Besucher nahmen an der Fachtagung teil. Schirmherr der Veranstaltung war Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales. Eröffnet wurde der LIFE SCIENCE DAY 2016 von Norbert Kopp, dem Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf.

Die demografische Entwicklung stellt zunehmend höhere Anforderungen an die bestehenden Gesundheitsstrukturen, zumal im Jahr 2030 bereits 6,9 Prozent der Berliner Bevölkerung 80 Jahre oder älter sein wird. Um sich den Herausforderungen rechtzeitig zu stellen, initiierte die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales 2013 das Projekt „80+ Die gesundheitliche und pflegerische Versorgung hochaltriger Menschen in Berlin - Ein multidimensionales und kommunales Konzept  für die zukünftige Versorgung der hochaltrigen Bürger Berlins“. Ziel ist es,die bestehenden Versorgungsstrukturen in Berlin weiter zu entwickeln, damit sie einer älter werdenden Gesellschaft besser gerecht werden. Dr. med. Eric Hilf, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Geriatrie Berlin berichtete,dass beimDialogprozess 80+“ im Sommer 2016 die Rahmenstrategie verabschiedet wurde, „die sowohl konkrete Maßnahmen als auch gesetzliche Forderungen enthält, um allen Berlinern auch in Zukunft bis ins hohe Alter eine gute Versorgung und ein aktives Leben zu ermöglichen.“

Als eine der ersten Kliniken in Deutschland hat die Charité-Universitätsmedizin Berlin die „Medizin der zweiten Lebenshälfte“ als Hauptschwerpunkt am Charite-Campus Benjamin Franklin im Berliner Südwesten etabliert.  Sie gruppierte dazu interdisziplinär die Fachrichtungen, die sich klinisch und wissenschaftlich mit den degenerativen Erkrankungen bei alternden Menschen beschäftigen. Seit einigen Monaten wird auf Station 46 des Campus Benjamin Franklin eine geriatrische Station aufgebaut. „Sie wird als Querschnittsfach eng mit vielen Disziplinen der organbezogenen Hochleistungsmedizin kooperieren, mit therapeutisch-rehabilitativer, aber auch präventiver und palliativer Zielsetzung“, betonte Prof. Dr. Ursula Müller-Werdan, Direktorin des Lehrstuhls für  Geriatrie der Charité - Universitätsmedizin Berlin, Evangelisches Geriatriezentrum Berlin GmbH.

Der diesjährige, bereits zum sechsten Mal stattfindende LIFE SCIENCE DAY 2016, behandelte in hochrangiger Besetzung Themen wie „Frailty und Sarkopenie“, „Akut- und Notfallmedizin im Alter“, „Altersmedizin aus Sicht des Unfallchirurgen und Orthopäden“, „Prävention und Training, „Rehabilitation“, „Ernährung“ u.a.m.“

Die jährliche Fachtagung  ist eine wichtige Präsentations- und Diskussionsplattform für Unternehmen und Dienstleister der Gesundheitswirtschaft, der Gesundheitsforschung sowie Kostenträger und Kliniken der Region Berlin-Brandenburg. Initiiert wurde der LIFE SCIENCE DAY 2011 vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf. Seit 2013 kooperiert der Bezirk mit dem Regionalmanagement Berlin SÜDWEST. Weitere Kooperationspartner sind:  Charité - Universitätsmedizin Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH und ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH.


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LIFE SCIENCE DAY 2015

Podiumsdiskussion. Foto: Fauland, Fotomontage RMSW

Neue Netzwerke für die bessere Versorgung, Behandlung und Pflege älterer Patienten

Beim diesjährigen LIFE SCIENCE DAY „Zukunft Altersmedizin“ am 15. Oktober 2015 in der Freien Universität Berlin stellten Vertreter der Gesundheitswirtschaft und des Gesundheitswesens, Mediziner und Medizintechniker die neuesten Entwicklungen sowie neue Netzwerke für die Behandlung und Pflege älterer Patienten vor. 150 Besucher nahmen an der Fachtagung im Henry-Ford-Bau teil.

Netzwerke und Kooperationen im Bereich Altersmedizin spielen auch für den Gastgeber des LIFE SCIENCE DAY eine große Rolle. Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin, sagte in seiner Begrüßungsrede: „Mit Fördermitteln des Exzellenzwettbewerbes haben wir fünf Focus Areas eingerichtet, darunter 2013 die Focus Area DynAge, die sich dem Thema der Erforschung von Alterungsprozessen widmet. Hier arbeiten Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften mit Experten der Charité - Universitätsmedizin Berlin zusammen, um die vier wichtigsten Krankheiten im Alter - Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen, kognitive Störungen und Erkrankungen des Bewegungsapparates - gemeinsam zu erforschen. Das regionale Netzwerk bezieht auch die Universität Potsdam ein, das Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin-Dahlem, die Fraunhofer Gesellschaft, mehrere Institute der Max-Planck-Gesellschaft, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und das Deutsche Institut für Urbanistik. Die enge Zusammenarbeitet mit dem Campus Benjamin Franklin ist eine Selbstverständlichkeit.“
 
Der Campus Benjamin Franklin / Charité - Universitätsmedizin Berlin (CBF) mit einem Schwerpunkt bei der Altersmedizin ist im vergangenen Jahr erheblich modernisiert worden. Prof. Karl Max Einhäupl, Vorstandvorsitzender der Charité - Universitätsmedizin Berlin führte dazu aus: „Die Kardiologie ist neu berufen worden. Sie befasst sich sehr stark mit dem Thema der kardiovaskulären Gefäßerkrankungen und dem Herzinfarkt bei älteren Patienten. Die Gefäßchirurgie ist neu und bietet sehr gute Voraussetzungen für die Schaffung eines Gefäßzentrums im CBF. Ab Juni 2016 gibt es, das ist auch neu, eine Klinik für Geriatrie mit 45 Betten, für die Frau Prof. Dr. Müller-Werdan berufen wurde. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, geleitet von Frau Prof. Heuser, ist auf den Campus Benjamin Franklin gezogen. Für den Umbau der OP-Säle wurden 19 Millionen Euro investiert, für die Erneuerung des Stromleitungsnetzes 13,7, für die Hochschulambulanz 4,5 und für die Rettungsstelle 1,5 Millionen Euro.

Wir effizient die fächerübergreifende Zusammenarbeit sei, erläuterte Prof. Dr. Rajan Somasundaram von der Rettungsstelle am CBF am Beispiel der „Charité-Haube“, die mit Medizinern, Medizintechnikern und Kommunikationswissenschaftlern entwickelt wurde. Prof. Dr. Andreas Greiner von der Klinik für Gefäßchirurgie am CBF hatte  zwei Projekte, Prothesenmaterial und Muskelphysiologie, in denen er sich eine Zusammenarbeit mit anderen Partnern wünsche. Einen schnelleren Informationsaustausch von Daten im Gesundheitsbereich fordert Kristian Meinck vom IMD Institut für Medizinische Diagnostik. Für Lutz Freiberg von der KV Brandenburg ist die moderne Kommunikation im ländlichen Raum und eine mögliche interaktive Behandlung von  geriatrischen Patienten ein wichtiges Thema. Sein Ziel ist es, solche Patienten im häuslichen Umfeld zu behandeln und zu pflegen. Für die Entwicklung möglicher Konzepte sucht er Partner aus der Wissenschaft, Medizin und Medizintechnikunternehmen.

Bei der Podiumsdiskussion zum Thema „Altersmedizin heute und morgen“ waren sich die Teilnehmer einig, dass die Prävention wichtig sei. „Wir müssen die Frage thematisieren, wie wir Krankheiten verhindern“, forderte Dr. Franz Dormann vom Gesundheitsstadt Berlin e.V. „ Allein die Behandlungskosten ernährungsbedingter Erkrankungen belaufen sich auf 80 Milliarden Euro“.  Insgesamt sind ältere Menschen heutzutage agiler als früher. Brauchen sie überhaupt eine Geriatrie? Frau Prof. Ursula Müller-Werdan von der Charité - Universitätsmedizin Berlin bejaht diese Frage und  wünscht zugleich bei der Behandlung von älteren Patienten mehr Schnittstellen mit den Organmedizinern. Für Dr. Matthias Suermondt von der Sanofi-Aventis GmbH ist die ganzheitliche Betrachtung bei der Behandlung von älteren Menschen zu verbessern. Dr. Kai Uwe Bindseil von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie appelliert an die Mediziner, abzuwägen, wann Operationen und Medikationen die gewünschten Erfolge bringen. Das finanzielle Problem der Gesundheitswirtschaft, so Prof. Dr. Karl Max Einhäupl,  resultiert vor allem aus  den steigenden medizinischen Möglichkeiten. Deutschland habe das beste Gesundheitssystem der Welt, aber in 10 bis 15 Jahren werde es kostenmäßig nicht mehr in der Lage sein, das Solidarprinzip aufrecht zu erhalten. „Warum erforscht eine Exzellenz-Universität wie die Freie Universität Berlin nicht Abwehrmechanismen für die Entsolidarisierung des Gesundheitssystems? Dieses Thema ist eine Chance für den Standort Dahlem.“

LIFE SCIENCE DAY 2014: Berlin als führende Region in der Altersforschung

Podiumsdiskussion. Foto: RMSW / Welscher

Vorstandsvorsitzender der Charité – Universitätsmedizin Berlin schlägt Campus Benjamin Franklin als Standort für die Medizin der zweiten Lebenshälfte vor

Beim diesjährigen LIFE SCIENCE DAY „Gesundheit im Alter – Medizin auf neuen Wegen“ am 16. Oktober 2014 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin forderte Prof. Dr. Max Einhäupl in seiner Keynote, die Altersforschung in Berlin voranzutreiben: „Wir haben in Berlin die einmalige Chance, eine Führungsrolle in der Altersforschung in Deutschland einzunehmen. Mit der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, den Leibniz- und Max-Planck-Einrichtungen haben wir ideale Voraussetzungen das gemeinsam anzupacken.“ Dabei könnte der Campus Benjamin Franklin (CBF) im Berliner Südwesten ein Standort für die Medizin der zweiten Lebenshälfte sein. „Die Charité ist in den letzten sechs bis sieben Jahren zu einer internationalen Marke geworden. Daran hat auch der CBF einen entscheidenden Anteil. Wir müssen darum kämpfen, dass dies nicht nur so bleibt, sondern dynamisch erweitert wird. Deshalb soll der Charité-Standort die Medizin der zweiten Lebenshälfte organisieren. Das ist  sehr ernst gemeint. Das ist eine echte Vision und große Hoffnung, dass es uns gelingt dies hier zu machen. Der LIFE SCIENCE DAY ist eine wesentliche Voraussetzung, um diesen Prozess voranzubringen.“

LIFE SCIENCE DAY 2013: 60 Jahre Doppelhelix

Das Jahr 2013 ist das Jahr der DNA. Aus Anlass des 60. Jahrestages seiner Strukturaufklärung hat der LIFE SCIENCE DAY 2013 das zentrale Biomolekül der Genomforschung, die Desoxyribonukleinsäure (DNS/DNA), als Thema einer deutschlandweit einzigartigen Veranstaltung ausgewählt. Neben einer exzellent besetzten wissenschaftlichen Konferenz zum Thema wird am 24. Oktober 2013 im Henry-Ford-Bau der Freie Universität Berlin auch wieder der „Zukunftsmarkt Leben“, eine Produktschau für regionale und Unternehmen aus ganz Berlin stattfinden.

LIFE SCIENCE DAY 2012: Mensch - Medizin - Technik

Am 8. Juni fand am Zukunftsort Berlin Dahlem in der Freie Universität Berlin der 2. Life Science Day zum Thema: „Mensch – Medizin – Technik: Von der Idee zum Produkt“ statt:

In 4 Workshops
- Medizintechnik / Diagnostik
- Ernährung
- Ausgründung
- Präventive Bewegung
diskutierten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft neue Erkenntnisse in der Medizintechnik. Gleichermaßen wurden für eine breite Öffentlichkeit auch Anregungen zu Alltagsfragen der Gesundheit gemacht.

Download Flyer 2012

LIFE SCIENCE DAY 2011: Mensch - Gesundheit - Zukunft

In mehreren Workshops wurden zwischen Wissenschaftlern, Firmen, Studenten und interessierter Öffentlichkeit Themen der Gesundheitswirtschaft diskutiert. Daneben erhielten Firmen und angehende Unternehmensgründer im Umfeld der Gesundheitswirtschaft Informationen zu Fragen des Patentschutzes und der Herangehensweise an Unternehmensgründungen.

Download Agenda 2011

Download Abschlußdokumentation 2011

Veranstaltungsort:

Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin
Hindenburgdamm 30 (Eingang West)
12203 Berlin

 

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in Kooperation mit

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